Ein Text von: Kathrin Godehardt, Cornelia Kreß, Hanna Mause, Tabea Schlatter…

In diesem Blogeintrag wird Christoph Görg vorgestellt.

Professor Dr. phil., Christoph Görg, 1958 geboren, studierte und habilitierte in Soziologie, Politikwissenschaften und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2001-03 hatte Christoph Görg eine Professur in Kassel und beschäftigte sich von 2004-09 im Rahmen der Stadt- und Umweltsoziologie in Leipzig als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Umweltforschung. Zwischen 2008 und 2015 hielt er eine Professur für politikwissenschaftliche Umweltforschung in Kassel.

 

 

 

 

Professor Dr. phil., Christoph Görg, 1958 geboren, studierte und habilitierte in Soziologie, Politikwissenschaften und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2001-03 hatte Christoph Görg eine Professur in Kassel und beschäftigte sich von 2004-09 im Rahmen der Stadt- und Umweltsoziologie in Leipzig als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Umweltforschung. Zwischen 2008 und 2015 hielt er eine Professur für politikwissenschaftliche Umweltforschung in Kassel.

(https://www.uni-kassel.de/fb05/typo3temp/pics/c9a9b21b26.jpg, Zugriff: 30.11.2016 11:00 Uhr)

Christoph Görg war von 2010-15 Leiter des Departments Umweltpolitik, welches 1991 als GmbH der Bundesrepublik Deutschland, des Freistaates Sachsen und Land Sachsen-Anhalt gegründet wurde. Das Markenzeichen des UFZ (Holmholtz-Zentrum für Umweltforschung) ist die Vernetzung von sieben Fachbereichen, untergliedert in 37 Departments, welche über sogenannte Integrierte Projekte (IP) vernetzt sind. Ziel ist es, den  Prozess des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu begleiten. Aufgrund dieser Ziele haben sich vier Forschungsschwerpunkte ergeben:

  1. Umwelt- und Nachhaltigkeitsgovernance
  • Damit ist die Suche nach neuen Methoden der Entscheidungsfindung angesichts der weltweiten Herausforderungen durch Umweltveränderungen gemeint.
  1. Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
  • Diese dienen zur Optimierung der Verständigung zwischen Wissenschaft und politischen, gesellschaftlichen Adressat*innen.
  1. Verhaltensbezogene Umweltforschung
  • Diese beschäftigt sich mit der Untersuchung von umweltbezogenen Verhaltensweisen der Gesellschaft sowie die Einflussnahme der Politik darauf.
  1. Nachhaltigkeitstransformation
  • Der Fokus auf die Nachhaltigkeit der Entwicklung erfordert die generationelle Auseinandersetzung, die politische Begleitung und das Management dieser Veränderung.

(https://www.ufz.de/index.php?de=34257, https://www.ufz.de/index.php?de=34256, Zugriff: 30.11.2016 11:23 Uhr)

Seit 2015 hat Christoph Görg eine Professur für soziale Ökologie in Wien inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Umweltpolitik, der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Deren Erforschung, mit Hilfe interdisziplinärer Methoden, spielt für ihn eine wichtige Rolle. Seine Schwerpunktsetzung ist in seinen zahlreichen Veröffentlichungen wiederzufinden. Eine vollständige Auflistung seiner Publikationen und Vorträge sind  finden http://www.ufz.de/export/data/2/81984_Goerg_selected_publications.pdf.

Darauf rekurrierend werden im Folgenden exemplarisch zwei Titel vorgestellt:

„Neue Soziale Bewegung und kritische Theorie“ (C. Görg, 1992, Wiesbaden: Deutscher Universitätsverlag). Hierbei handelt es sich um eine Aufarbeitung gesellschaftstheoretischer Erklärungsansätze – seiner Dissertation.

„Neue Soziale Bewegung und kritische Theorie“ (C. Görg, 1992, Wiesbaden: Deutscher Universitätsverlag). Hierbei handelt es sich um eine Aufarbeitung gesellschaftstheoretischer Erklärungsansätze, seiner Dissertation.

Christoph Görg befasst sich in seinem Buch „Neue Soziale Bewegung und Kritische Theorie“ insbesondere mit dem Konzept der „neuen sozialen Bewegung“.

In der Entstehungsgeschichte der Begriffsdefinition „neue soziale Bewegung“ gab es viele Unsicherheiten, ob ein einziger Begriff den verschiedenen Anpassungsprobleme gerecht werden kann. Auch wurde die Existenzberechtigung in Bezug auf die Stärke und Gemeinsamkeiten in der Entstehung von sozialen Phänomenen kontrovers in den Sozialwissenschaften diskutiert. Heutzutage hat sich die „neue soziale Bewegung“ bereits etabliert, jedoch die Stärke der damit einhergehenden sozialen Phänomene verändert.

Christoph Görg geht der Frage nach, warum der Begriff immer beliebter und populärer in der Gesellschaft wird und wie dies zu bewerten ist. Hierbei bezieht er sich sowohl auf die Ausgestaltung der „sozialen Wirklichkeit“, als auch die Rolle und das Gesicht des neuen Kapitalismus.  Die Entstehungsprobleme des Begriffes in den Sozialwissenschaften sind nicht zu leugnen, sondern machen für Görg einen wesentlichen Bestandteil des „kritischen Gehaltes“ aus (vgl. Görg, 1992 S.8). Die Aufgabe der Gesellschaft sei es, den kritischen Gehalt zu entschlüsseln und als Mittel zu nutzen.

Es wird immer wieder auf die kritische Theorie als dialektische Gesellschaftstheorie und auf herrschende Naturverhältnisse verwiesen.

Christoph Görg hat verschiedene Sammelbänder herausgegeben, darunter „Mythen globalen Umweltmanagements Rio + 10 und die Sackgassen ‚nachhaltiger Entwicklung‘“ (C. Görg, U. Brand, 2002, Münster: Westfälisches Dampfboot).

Zusammenfassung: In dem hier vorgestellten Sammelband von Christoph Görg und Ulrich Brand befassen sich acht Aufsätze aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und verschiedenen Themenschwerpunkten mit dem globalen Entwicklungs- und Umweltmanagement. Beides sollte im Versuch von Rio (UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, 1992) durch den Begriff der „nachhaltigen Entwicklung“ zusammengeführt werden – in der Hoffnung Trennendes zu überwinden und beide Konzepte wechselseitig fruchtbar werden zu lassen. Gleichwohl meinen die Autor*innen der Artikel, dass die Chancen der Vergangenheit (z.B. die Beendigung der Blockkonfrontation) nicht genutzt wurden, sondern statt dessen die Inwertsetzung von Natur vorangetrieben wurde. Die Idee, dass der Markt es richten würde, war scheinbar stärker als die warnenden Stimmen aus Wissenschaft, Politik und von Betroffenen. Parallel dazu wird das Thema der „neuen Weltordnung“ angesprochen, wo nicht auf Kooperation und die gemeinsame Suche nach Lösungen, sondern militärische Absicherung gesetzt wurde.

Eine etwas längere Zusammenfassung ist unter http://www.suedwind-magazin.at/christoph-goerg-ulrich-brand-hg-mythen-globalen-umweltmanagements zu finden (Zugriff: 39.11.2016, 22:00 Uhr).

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