Ein Text von: Mateo Hima, Oliver Schulz, Mehdi Eskandari…

Im ersten Blogeintrag haben wir vier von uns ausgewählte politische Vorgänge des Neoliberalismus genannt. In diesem Blogeintrag möchten wir einen der vier Aspekte, Klimawandel, im Zusammenhang zur neoliberalen Politik näher erläutern.

Zu Beginn stellt sich die Frage, was ist der Neoliberalismus? Um das zu erklären ist vorerst eine Definition von Liberalismus notwendig. Der Liberalismus kann sowohl philosophisch als auch ökonomisch erklärt werden. Im philosophischen Sinne ist der Liberalismus die Lehre der Freiheit. Der Ursprung des klassischen Liberalismus ist auf die englischen Revolutionen im 17. Jahrhundert zurückzuführen. Er diente der Freiheit des einzelnen Individuums. Jeder Bürger sollte die Möglichkeit der freien Entwicklung haben. „Zu lernen, was sie wollten, und die Arbeit anzustreben, zu der sie Lust hatten. Sich zu treffen und zu verbünden, mit wem sie wollten, Firmen zu gründen, wenn es ihnen passte.“ [1] Aus ökonomischer Sicht bedeutet der Liberalismus, eine freiheitliche und marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung. Gestaltungsmerkmale dafür sind privates Eigentum, freie Preisbildung sowie Wettbewerbs- und Gewerbefreiheit. Dabei sollen staatliche Eingriffe in die Wirtschaft minimiert werden [2].  Im politischen Diskurs taucht der Begriff besonders als Schimpfwort auf. Vertretern dieser politischen Richtlinie wird vorgeworfen, dass ihre neoliberale Politik vorteilhaft für die Reiche Oberschicht und große Unternehmen sei. Dabei werden vor allem Bürger ab der unteren Mittelschicht benachteiligt.

Um einen Zusammenhang zwischen der neoliberalen Politik und des Klimawandels herzustellen, erläutern wir, weshalb der Neoliberalismus eine Ursache für die zunehmende Umweltverschmutzung ist. Die Wirtschaftspolitik der westlichen Länder bezeichnen sich als „soziale Marktwirtschaft“. Diese basiert auf neoliberaler Wirtschaftspolitik. Um die umsatzmaximiert orientierten Ziele der Großkonzerne zu fördern, bauen die neoliberal orientierten Staaten tarifäre Handelshemmnisse ab und schaffen dadurch eine gesetzliche Freiheit für große Firmen und Konzerne. Diese Firmen können sich Länder aussuchen, in denen weniger gesetzliche Einschränkungen, bezüglich klimaschädlichen Produktionen, herrschen. Hierzu zählen unter anderem Länder wie Indien, Thailand, Bangladesch oder China.

So ist beispielsweise die chinesische Schwerindustrie, welche kohle-basiert ist, ein erheblicher Faktor für die größte Herausforderung der Menschheit, den Klimawandel. Nachweisbar ist außerdem, dass das gemessene CO2 fossilen Ursprungs ist, also aus der Verbrennung von Kohle und Öl stammt. Dabei befindet sich nur etwa die Hälfte des Kohlendioxids in der Atmosphäre, die andere Hälfte haben die Meere und die Erdbiosphäre aufgenommen. [3]

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Bild 1 http://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/klimawandel/ absolute Emission: Gesamtmenge des CO2e Ausstoßes eines Landes. Mt: Millionen Tonnen CO2e: Treibhausgasemissionen

Die oben stehende Statistik der World Wide Fund For Nature (WWF), zeigt die Top 10 der Schwellen- und Industrieländer, welche für Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Dabei sticht vor allem China, bei einem Anteil von 10.684 Mt CO2e der absoluten Emissionen, heraus.

Die Folgen des Klimawandels sind vielfältig und eine bestehende Gefahr für den Planeten. Als Beispiele haben wir uns mehrere Folgen des Klimawandels ausgesucht (Gesundheit, Landwirtschaft, Wassermangel), welche Fluchtursachen vorantreiben.

Durch den Ausstoß der Treibhausgase entstehen Löscher in der Ozonschicht. Dadurch kommt es zu stärkeren Hitzewellen. Sie belasten vor allem Menschen, Tiere und Pflanzen. Die schädlichen Strahlungen dringen in tiefe Hautschichten ein und haben bei älteren und kranken Menschen schwerwiegende gesundheitliche Folgen, z.B. Hautkrebs.

In der Landwirtschaft entsteht durch den Klimawandel eine Verschiebung der Vegetationsperioden. Dies hat Einfluss auf die landwirtschaftlichen Produktionen. Milde Herbsttemperaturen bergen das Risiko, dass virusübertragende Blattläuse zufliegen. Dies kann zu empfindlichen Ertragseinbußen durch das Gelbverzwergungsvirus führen. Die spürbarsten Folgen des Klimawandels hängen mit den Wetterextremen zusammen.

Die Luft ist in der Lage bei nur ein Grad Celsius Erhöhung, sieben Prozent des Wassers aufzunehmen. Durch den intensiven Wasserkreislauf werden Dürren, Überschwemmungen und Stürme zunehmen. [4] Dies kann in Zukunft zu enormen Fluchtbewegungen führen. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingswerks UNHCR hat beispielsweise Jordanien 630.000 Menschen aus Syrien aufgenommen. Jordanische Behörden gehen dagegen von 1,4 Mio. Menschen aus. Die Versorgung der Menschen mit Wasser steht dabei im Vordergrund. Bei weniger als 500 Kubikmeter Wasser pro Jahr geht die UNO von einem Wassermangel aus. In Jordanien ist die Versorgung mit Wasser sehr angespannt. Die Regierung kann nur 150 Kubikmeter Wasser pro Jahr für ihre Bürger zur Verfügung stellen. [5]

Das Fazit unseres Blogeintrags ist, dass wir den Klimawandel nicht mehr aufhalten können. Doch die schlimmsten Folgen des Klimawandels können wir noch verhindern – wenn wir jetzt die Notbremse ziehen.

 

[1] Heuser, Uwe Jean, 2010: Was bedeutet „neoliberal“? Online unter http://www.zeit.de/2010/48/Wirtschaft-fuer-Kinder letzter Zugriff 30.11.2016.

[2] Bpb, 2013: Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. Online unter http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20176/neoliberalismus letzter Zugriff 08.12.2016.

[3] Greenpeace, 2015: Treibhaus Erde. Online unter https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel Stand: 2015; letzter Zugriff: 30.11.2016.

[4] Paeger, Jürgen, 2015: Das Zeitalter der Industrie. Zunehmende Wetterextreme und Wassermangel Online unter http://www.zeit.de/2010/48/Wirtschaft-fuer-Kinder letzter Zugriff 08.12.2016.

[5] Becker, Markus, 2015: Klimawandel und Umweltzerstörung. Die Wüsten werden wachsen, die Menschen fliehen Online unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fluechtlinge-klimawandel-und-wassermangel-verschaerfen-gefahr-a-1059195.html letzter Zugriff 08.12.2016.

 

Quellen- und Literaturverzeichnis

– Heuser, Uwe Jean, 2010: Was bedeutet „neoliberal“?. Online unter http://www.zeit.de/2010/48/Wirtschaft-fuer-Kinder Stand: 2010; letzter Zugriff: 30.11.2016.

– Bpb, 2013: Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. Online unter http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20176/neoliberalismus Stand: 2013; letzter Zugriff: 08.12.2016.

– Greenpeace, 2015: Treibhaus Erde. Online unter https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel Stand: 2015; letzter Zugriff: 30.11.2016.

– Paeger, Jürgen, 2015: Das Zeitalter der Industrie. Zunehmende Wetterextreme und Wassermangel Online unter http://www.zeit.de/2010/48/Wirtschaft-fuer-Kinder Stand: 2015; letzter Zugriff: 08.12.2016.

– Becker, Markus, 2015: Klimawandel und Umweltzerstörung. Die Wüsten werden wachsen, die Menschen fliehen Online unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fluechtlinge-klimawandel-und-wassermangel-verschaerfen-gefahr-a-1059195.html Stand: 2015; letzter Zugriff: 08.12.2016.

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