Ein Text von: Ann-Kathrin Crede, Carina Marten, Marvin Ploch, Daniel Rexroth, Christian Brinkmann

Mit diesem Beitrag möchte ich, einen Einblick darüber verschaffen, was ein mögliches Ziel militärischer Interventionen ist. Zu Beginn möchte ich definieren was Frieden und was Sicherheit bedeutet. Nur wenn der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen klar ist, kann man verstehen, worum es bei den militärischen Interventionen wirklich geht.

Weder der Begriff Sicherheit, noch der Begriff des Friedens hat eine eindeutige Definition. Grundsätzlich bedeutet Sicherheit, geschützt zu sein vor Risiken, Gefahren und Schäden. Wenn man darüber nachdenkt, fällt einem auf, dass dies bedeuten muss, dass zu jeder Zeit Gefahren, Risiken oder Schäden zu befürchten sind, vor denen man geschützt werden muss, um in Sicherheit zu sein. Das heißt, dass der Ausbau von Sicherheit immer damit einhergeht, dass weitere Gefahren, Risiken und Schäden entstehen. Man befindet sich also in einem Dilemma. Beim Frieden gibt es die allgemeine Ansicht, dass dies ein Zustand ist, in dem kein Krieg herrscht. Allerdings gibt es unzählige Meinungen darüber, was mit Krieg gemeint ist. Es gibt beispielsweise Streitigkeiten darüber, ob nur bewaffnete Konflikte zu Kriegen zählen oder ob ein unbewaffneter Konflikt auch schon dazu zählt. Die Abgrenzung ist in vielen Hinsichten nicht eindeutig.

Da nun zumindest grob geklärt ist, was diese beiden Begriffe meinen, können wir uns nun mit der Frage beschäftigen, was das Ziel militärischer Interventionen sein soll. Ein wichtiges Ziel von Interventionen ist, dass Menschen ohne Angst vor jedweden Bedrohungen in ihrer Heimat leben können. Dies würde bedeuten, dass Sicherheit ein Ziel der militärischen Interventionen ist. Allerdings bedeutet dies auch, dass nicht die Bedrohung eliminiert wird und dass die Länder und auch die Menschen, die in diesen Ländern leben ständig schutzbedürftig bleiben. Also kann der Eingriff nie beendet werden. Um dies zu rechtfertigen, muss das Gefühl der Unsicherheit in der Bevölkerung bestehen bleiben. Dies endet in einem Dilemma, weil die Rechtfertigung der Sicherheit immer eine bestehende Unsicherheit benötigt. Also muss die Bekämpfung der Ursache der Unsicherheit ein Ziel sein. Dann könnte man gegebenenfalls von Frieden sprechen. Daher können wir den Frieden als eines der Ziele festlegen. Allerdings ist es fragwürdig, ob dieses Ziel realistisch und erreichbar ist. Denn es ist ja nicht geklärt, ab wann man von Frieden sprechen kann. Außerdem ist es umstritten, ob Frieden überhaupt entstehen kann, wenn er gewaltsam erreicht wurde. Da es bei diesen gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Regel auch viele Opfer gibt, ist es schwer vorstellbar, dass nach Beendigung der Intervention alle Beteiligten nach Hause gehen und zufrieden mit dem Ergebnis sind. Dadurch, dass unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, ist es nahezu unmöglich eine Lösung zu finden, die jeden Beteiligten zufriedenstellt. Ein Krieg oder eine militärische Auseinandersetzung hat auch immer Verlierer, die auch wieder integriert werden müssen. Von daher sind auch die dadurch entstandenen Ergebnisse einseitig.

Auch wenn der Frieden einer der Ziele militärischer Interventionen sein soll, ist es doch oft nur die Sicherheit, die – wenn überhaupt – erreicht werden kann. Außerdem ist es nur schwer zu verstehen, wie die Intervenierenden die Probleme lösen wollen. Denn wie wir bereits in der Vorlesung von Sabine Jaberg der Ringvorlesung „Welt aus den Fugen?“ gehört haben, ist es schwierig, die Probleme von Fremden zu lösen, wenn es die Intervenierenden nicht einmal schaffen, ihre eigenen Probleme zu lösen.

 

Quellen

http://www.duden.de/rechtschreibung/Friede. Zugriff am 3. November 2016

http://www.wertesysteme.de/alle-werte-definitionen/d-e-f/frieden/. Zugriff am 3. November 2016

http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/17511/frieden. Zugriff am 3. November 2016

http://www.duden.de/rechtschreibung/Sicherheit. Zugriff am 3. November 2016

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/innere-sicherheit/76634/dimensionen-des-sicherheitsbegriffs?p=all. Zugriff am 3. November 2016

Jaberg, S. (2015). Das Weißbuch 2016. Potsdamer Wissenschaftsverlag

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